MEMENTO e.V., die Hamburger Gemeinschaftsgrabstätte für die LSBTIQ*-Community, wurde 1995 gegründet.
Viele Menschen leben nicht in traditionellen Formen von Familie. Stattdessen prägen andere Arten von Communities und Netzwerken ihr Leben. Unsere Grabstätten bieten die Möglichkeit, die so erfahrene Gemeinschaft über den Tod hinaus zu erhalten.
Es geht dabei also nicht um Abgrenzung, sondern um Zusammengehörigkeit und Solidarität. Zur Erinnerung an die Verstorbenen und als gemeinsamer Gedenkort für die Lebenden.
Auch die Partner*innen, Freund*innen oder leibliche Verwandte haben Zugang zu unseren Grabstätten. Sowie alle Menschen, die sich der LSBTIQ*-Community verbunden fühlen.
Für alle genannten Personengruppen ist keine Vereinsmitgliedschaft notwendig, um auf unseren Grabstätten beigesetzt werden zu können.
Dennoch freuen wir uns natürlich sehr über jeden neuen Vereinsbeitritt. Und auch über Menschen, die sich für das ehrenamtliche Vorstandsamt interessieren. Denn nur dadurch ist die dauerhafte Existenz eines jeden Vereines gewährleistet.
Möglich sind sowohl Erd- als auch Urnenbeisetzungen.
Am Pfingstmontag und am Totensonntag treffen wir uns auf dem Friedhof, um unsere Grabanlage: MEMENTO in der Ebene des Millionenhügels zu besuchen. Sie besteht aus zwei Grabstätten, welche direkt nebeneinander liegen und gartengestalterisch zu einer Fläche zusammengefasst wurden.
Bei diesen Grabbegängnissen wird den Verstorbenen in besonderer Weise gedacht. Es werden selbstverfasste Reden gehalten, Gedichte oder Texte verlesen. Alle Teilnehmer*innen erhalten Rosen, welche sie dort jeweils an einem Ort ihrer Wahl niederlegen, bzw. anbringen können.
Am Totensonntag werden auch die Namen der Verstorbenen verlesen.
Danach besteht die Möglichkeit für ein gemeinsames Kaffeetrinken.