Die Welt ist voll von guten Ideen und sozialen Innovationen! Doch was, wenn niemand davon erfährt? Was soziale Organisationen brauchen, um sich zu etablieren und am besten zu wirken, ist Reichweite und eine starke Gemeinschaft. Wie lässt sich die Wirkung von sozialen Projekten verbreiten und welche Rolle spielt der Austausch mit der Community?

Soziale Organisationen haben gute Ideen und entwickeln wertvolle Innovationen. Mit dem Anspruch ihrer Gemeinwohlorientierung versuchen sie sich an den Bedürfnissen der Gesellschaft zu orientieren. Demnach ist der enge Austausch mit den Empfänger*innen ihrer Leistung und eine daran ausgerichtete Qualitätskontrolle bei den meisten Einrichtungen maßgeblich. Auch die Vermittlung der Arbeitsinhalte an die Öffentlichkeit und das Einbeziehen der Community, also die Leute, die die Arbeit verfolgen und unterstützen, spielen dabei eine Rolle. Die Sichtbarkeit der Praxisarbeit - von Angeboten, über aktuelle Debatten bis hin zum Feiern von Erfolgen - an einem, für alle zugänglichen Ort, sind mittlerweile helfen das Wirken in die Breite zu tragen.

Natürlich haben auch die verfügbaren zeitlichen und personellen Ressourcen einen Einfluss auf die Möglichkeiten von Organisationen. Es gibt keine Standardlösung für gute Zusammenarbeit und für jede Organisation funktioniert nur ein ganz individuelles Konzept. Insbesondere hilft es, sich Ziele zu setzen und sie an die Kompetenzen der Mitarbeiter*innen anzupassen. Denn Communityarbeit soll in erster Linie Spaß machen.

Ein Gemeinschaftsgefühl erreicht man zum Beispiel wunderbar, indem man Menschen um ihre Meinung bittet oder sie zu einem Thema zusammenarbeiten lässt. Im Paritätischen Gesamtverband haben wir das beispielsweise über unseren Facebook-Kanal und Telefonkonferenzen gemacht. Schnell werden die Wünsche der Beteiligten zu unserem Anliegen, die Themen richten sich danach aus und "das Gefühl einer gemeinsamen Sache" wächst. Auch analoge Formate, wie Stammtische, Meet-Ups oder Workshops haben eine wunderbar euphorisierende Wirkung auf die Gruppe, ihre Motivation und demnach ihre Arbeit.

Neben Feedback und Kollaboration ist aber auch die Sichtbarmachung eines Netzwerks enorm wichtig. So kann Gemeinschaft zum Beispiel virtuell gezeigt werden, was ein gutes Gefühl bei den beteiligten Akteur*innen auslöst. Auch die Plattform "Wir sind Parität" erfüllt diesen Zweck. Wir zeigen hier ein Netzwerk an Organisationen, die alle für unser Gemeinwohl arbeiten und machen transparent, wer zu unserer Gemeinschaft gehört. Damit schaffen wir die Grundlage für einen Austausch, ein voneinader Lernen und mitenander Arbeiten. Je nach Thema, örtlichem Standpunkt oder Ziel finden sich so ganz schnell Gemeinsamkeiten, die die eigene Arbeit beflügeln können.

Autor*in

Portrait von Lilly Oesterreich

Lilly Oesterreich

Lilly Oesterreich ist Projektreferentin für Digitale Kommunikation beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Gesamtverband in Berlin. Sie interessiert sich für die partizipative Gestaltung von Arbeitsabläufen, die Nutzung von Teamkompetenzen und eine Zusammenarbeit, bei der sich langfristig alle wohlfühlen.

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