Völlig überfüllte Lager, kaum sauberes Wasser, keine Coronavirus-Tests: Die Situation geflüchteter Menschen auf den griechischen Inseln ist katastrophal. Deshalb protestierten am vergangen Sonntag Menschen im ganzen Bundesgebiet für die sofortige Evakuierung der Lager. Das Motto: “Leave No One Behind”.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zeichnet sich in den Hotspots auf den griechischen Inseln eine Katastrophe ab. Unter dem Motto "Leave No One Behind" hat die Bewegung Seebrücke am vergangenen Sonntag gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen und Initiativen der Zivilgesellschaft zu einem bundesweiten Aktionstag aufgerufen. Die Forderung: Sofortige Evakuierung der griechischen Lager.

Ziel war es trotz Corona-Krise an möglichst vielen Orten Spuren des Protestes zu hinterlassen: ob alleine, oder gemeinsam mit anderen Menschen - infektionssicher mit Abstand. Online und offline wurde die Botschaft vermittelt #LeaveNoOneBehind: Auch und gerade in der Corona-Krise gilt es niemanden zurück zu lassen.

Auch Paritäter*innen aus ganz Deutschland haben sich an dem Aktionstag zur Evakuierung der griechischen Lager beteiligt und die Botschaft online unter dem Hashtag #LeaveNoOneBehind verstärkt.

Einige Bilder, die am Sonntag unter #LeaveNoOneBehind insbesondere auf Twitter geteilt wurden, sind auf der Facebook-Seite des Paritätischen Gesamtverbandes zu finden. Eindrücke des gesamten Aktionstages liefert u.a. der Twitterkanal der Seebrücke.

Das Thema bewegt den Verband

© Der Paritätische

Anlässlich des Aktionstags von Seebrücke wollten wir einen Beitrag leisten, um die Botschaft online zu verstärken. In einem Team-Meeting kam die Idee der Protest-Selfies (siehe Bild links) auf. In Anlehung an das Selfie einer Kollegin aus Hessen, wollten wir ebenfalls eine persönliche Botschaft zu der Evakuierung der griechischen Lager im Netz teilen, um auf die Umstände aufmerksam zu machen und den politischen Druck zu erhöhen. Wir denken, wenn die Botschaft von vielen Menschen gleichzeitig vermittelt wird, zeigt sie Wirkung. Der Vorschlag wurde in der Facebook-Gruppe “Wir sind Parität” - Paritätische Öffentlichkeitsarbeit" geteilt. Da wir am Sonntag nicht gemeinsam an einem Ort protestieren konnten, wurde somit auf Twitter dennoch eine starke Gemeinschaft sichtbar, die sich dafür einsetzt, dass jetzt niemand vergessen wird.

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Portrait von Wiebke Schröder

Wiebke Schröder

Wiebke Schröder ist Referentin für zivilgesellschaftliches Engagement und unterstützt im Bereich übergreifende Fachfragen.

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